Monasrückblick Oktober (Pauline)


Ich weiß es kommt ein bisschen verspätet, aber ich wollte auch noch gerne etwas über meinen Oktober schreiben. Dieser Monat ist auch total schnell verflogen und jetzt ist schon die Hälfte vorbei und ich kann es gar nicht fassen. Mittlerweile habe ich mich hier total eingelebt und es ist für mich komplett normal geworden, dass zum Beispiel die Schulbusse gelb sind, ich jeden Tag die gleichen Fächer habe und die Leute sich für alles entschuldigen und dich honey and dear nennen auch wenn du sie gerade erst kennengelernt hast.

Der erste term in der Schule ist schon um und es wurden die ersten Noten erstellt und man musste fast alle Aufgaben, die man gemacht hat einreichen. Trotzdem ist der Anspruch nicht sehr hoch, aber ich habe auch hauptsächlich "Fun Fächer". 
Mein Lieblingsfach ist mittlerweile Yearbook, auch wenn ich das Fach gar nicht gewählt habe und am Anfang abwählen wollte. Es ist zwar manchmal echt schwierig, weil man mit vielen verschiedenen Computerprogrammen wie In Design oder Photoshop arbeiten muss und ich mich davor noch nie damit auseinandergesetzt habe, aber man lernt viel und man kann kreativ werden. Aber auch die anderen Fächer gefallen mir gut. Die Lehrer sind alle total entspannt und locker und auch sehr nett. Meine Englischlehrerin zum Beispiel hat letzte Stunde sogar ihren Hund mit in die Schule gebracht. 


Im Oktober war auch eine große Party an meiner Schule, welche von dem Festival Cochella in den USA inspiriert sein sollte und deshalb Penchella genannt wurde. Es war mega cool und hat richtig viel Spaß gemacht, auch wenn ich ein paar deutsche Lieder vermisst habe. 




Außerdem war am 31.10 Halloween und hier ist es einfach riesig und alle feiern mit. Niemand steht dem kritisch gegenüber und auch in der Schule haben sich die meisten verkleidet und es gab eine Modenschau, wo man sein Kostüm präsentieren konnte. Nachmittags bzw. abends habe ich  mit meiner Gastschwester und 2 Freunden trick or treat gemacht und wir haben sooo viele Süßigkeiten bekommen. Außerdem waren wir bei einem Haunted house. Das ist ein Gruselhaus, das ein Besitzer in seinem privatem Garten oder Haus aufbaut. Dafür, dass es in einem Garten aufgebaut wurde war es echt   gruselig. Es ist wirklich unglaublich wie manche Leute ihre Häuser dekoriert haben und wie viel Mühe sich manche geben.


Im Oktober war auch Thanksgiving und ich war mit einem Club von meiner Schule in Vancouver, aber über beides habe ich schon einen einzelnen Blogpost gemacht.
Am letzten Wochenende, also schon im November, bin ich nochmal nach Vancouver gereist, aber darüber möchte ich auch noch einen eigenen Blogpost schreiben.

 Leider ist die Feldhockey Saison Ende Oktober zu Ende gegangen, aber ich hatte sehr viel Spaß. Zum Abschluss haben wir alle noch zusammen Dinner gegessen und jeder hat ein Teamfoto bekommen, auf dem alle unterschrieben haben und wir kriegen auch noch Teampullis. Ich würde jedem empfehlen Teamsport an der high school zu machen, weil man einfach viele Leute kennenlernt. Ich werde mich jetzt auch noch nach einem neuem Sport umschauen, aber die anderen Sportarten für den Winter starten erst noch. 

Im Moment treffe ich mich mehr mit Freunden, auch direkt nach der Schule, weil ich wieder mehr Zeit habe. Zum Beispiel machen wir  Fotos zusammen oder gehen zu den Hockeyspielen von der Mannschaft in unserer Stadt, weil diese frei für Kinder und Jugendliche sind oder laufen zu Starbucks oder gehen einfach nach draußen.     




Am Anfang habe ich mich selber ein bisschen unter Druck gesetzt, weil fast alle meine Freunde Austauschschüler sind und ich unbedingt Kanadier kennenlernen wollte, aber mittlerweile stört es mich nicht mehr, weil es auch toll ist Freunde verstreut auf der Welt zu haben und es auch egal ist mit wem man befreundet ist solange man Freunde hat. Außerdem kenne ich auch Kanadier, aber ich mache einfach mehr mit anderen Austauschschülern, weil diese auch Freunde suchen beziehungsweise viel machen wollen und noch keine Cliquen haben.


Anfang November ist bei mir schon richtige Weinachtsstimmung aufgekommen, weil es zum ersten Mal geschneit hat und auch bis zu -9 Grad waren. Mittlerweile ist es zwar wieder ein bisschen wärmer geworden, aber auf den Bergen liegt immer noch Schnee und ich freue mich schon auf das Ski fahren. Außerdem war ich schon Schlittschuh laufen und habe mit einer Freundin Weinachtsplätzchen gebacken. 






Im Oktober habe ich auch einmal Deutsch für meine Gastfamilie gekocht oder besser gesagt habe ich es probiert, aber das ist echt nicht so leicht, weil es hier viele Zutaten nicht gibt und die Maßeinheiten unterschiedlich sind und man manche Rezepte dann nicht nutzen kann oder umrechnen muss. Ich habe Käsespätzle mit Speck gemacht, aber da man hier keine fertigen Spätzle kaufen kann habe ich probiert selber welche zu machen und da meine Gastfamilie keine Spätzlepresse hat habe ich einfach kleine Knödel geformt. Es sah zwar komplett anders aus und hat auch anders geschmeckt, aber es war trotzdem lecker. 

Auch wenn ich in diesem Moment des Öfteren Heimweh hatte, weil zu Hause viel passiert ist bin ich unfassbar froh und dankbar hier zu sein. Ich glaube es ist normal und jeder Austauschschüler hat mal Heimweh, auch wenn das viele nicht unbedingt zeigen und dadurch ein Bild vermittelt wird, dass viele ein perfektes Auslandsjahr haben und gar keine Probleme haben, aber ich glaube das stimmt nicht. Sicherlich haben manche Leute mehr Schwierigkeiten als andere, aber kein Auslandsjahr verläuft perfekt. Und genau das ist gut und gehört auch dazu, weil man dadurch viel lernen kann. Man sollte dann probieren die positiven Sachen zu sehen und nicht aufgeben. 

Ich habe das Gefühl, dass ich mich schon im positivem Sinn verändert habe und viel selbstständiger geworden bin. Deshalb bin ich sehr froh und auch dankbar hier zu sein. 




 


Bis bald, Pauline :) 

 

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